Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 2
- Article
- [Rezension] / R.
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 179 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- spine
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179 Persönlichkeit Rücksicht nehmen, aber Ref. möchte sagen, inkognito. Nur der, den es trifft, Muß die richtige Beziehung fühlen, die Andern müssen wenigstens ungewiß bleiben, wer gemeint ist. Es ist aU gelehrten Aben Esra, der sehr verehrte Gelehrte und Kommentator Rabbi David Kimchi gegen diese Mißbrauche sich ausspricht, so meint der Herr Verfasser doch wohl nur den tadelhasten Theil dieser Poesie und gewiß nicht alle, am Verföhnungstage beigefügten üblichen Gebete, unter denen sich wahrlich auch viele geistvolle, treffliche und herzerhebende befinden und von welchen doch auch einige im neuen Tempel zu Hambürg beibehalten worden sind.) ״Die zweite Rüge traf die bekannte Unsitte, daß man die Begünstigung, zur Thora gerufen zu werden, wahrend des Gottesdienstes in der Synagoge den Meistbietenden überläßt. Daß durch ein solches Verfahren die Würde des Gottesdienstes herabgesetzt wird, versteht sich wohf von selbst. Mehrere der geehrten Vorsteher der hiesigen deutsch - israelitischen Gemeinde wollen allerdings das Bessere, führen aber zur Entschuldigung eines solchen Gebrauches an, daß viele der zur Erhaltung der Gemeinde- Angelegenheiten erforderlichen Ausgaben durch die mit jenem Gebrauch verbundencn Einkünfte gedeckt werden. Doch abgerechnet, daß die Würde des Gotteshauses die höchste Angelegenheit sein müßte, und keincr Rücksicht aufgeopfeit werden dürfte, so ließe sich das Finanzielle wohl auf eine andere Weise beseitigen. Hgt man ja in der benachbarten Gemeinde zu Altona diesen Mißbrauch längst abgeschafft, ohne daß die Einnahmen dadurch verringert wurden, und ohne daß der dortige sehr würdige und fromme Rabbi