Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Über die Israelitischen Bewohner Berlins
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 164 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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164 fteiheit des höchsten Schutzes erfreuen darf, so ist es in Preußen und in dessen großer Residenzstadt. Selbst direkten Widersinnigkeiten wird von Seiten der Regierung nicht gewaltsam entgegengcwirkt, son- Sern man überläßt das Urtheil dem Geiste der Zeit, welcher, in der Erkenntniß immer mehr vorschreitend, das einzige Tribunal bildet, vor dessen Schranken geistige Jrrthümer ihre Widerlegung finden. Zn Der zug auf die Bekenner des mosaischen Glaubens , hat sich zwar schon vor mehreren Jahren eine Gesellschaft gebildet, deren Tendenz die Verbreitung des Christenthums unter den Jude« ist; allein im Ganzen hat sich die Wirksamkeit derselben noch nicht sehr erfolgreich gezeigt, und die Zahl derjenigen, welche mit öder ohne Veranlassung dieses Vereins zum Christenthume übergehen, beträgt etwa in den preußischen Staaten 12 Prozent der jährlichen Vermehr xung; in Berlin dagegen ist dies Verhältniß bedeur tender, und kann etwa auf 20 Prozent angeschlagen werden, wobei jedoch, da stets für einen Ausscheu denden vier zurückbleiben, an eine Verminderung der Juden nicht zu denken ist. Hinsichtlich ihres häusr lichen Lebens treten nur die.Reichen der jüdischen Gemeinde Heils durch übertriebene Pracht, theils aber durch eine humane und edle Beschlltzung der Wissenschaft und Kunst, so wie durch Wohlkhätigr keitssinn, der sich sowohl auf ihre Glaubensbrüder, als auch auf Christen ausdchnt, bedeutend hervor, und es giebt sehr viele jüdische Familien , die sich durch jene Vornehmheit auszcichpen, deren wir schon