Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Merkwürdige Schicksale des berühmten Rabbinen R. Lippmann Heller, in den Jahren 1629-1644 von ihm selbst beschrieben
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 154 (sequence 14)
- Language
- German
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׳15.4 Stufe des Rabbinats erstiegen,^ die es damals gab. Krakau war die angesehenste Gemeinde zu jener Zeit, und ist noch jetzt sehr bedeutend. , Hiermit schließt der Verfasser seinen Bericht, der zu mancherlei Betrachtungen Anlaß giebt.. Die Zeiten sind gottlob nicht, mehr , wo einige unbedeutende her bräische oder chaldäische Worte eines Rabbinen in Schriften , die sich dem großen Haufen nie erschließen, zu -solcher harten Verfolgung eines sonst verdienstvollen und charakterfesten Mannes Anlaß gehen könuen. Noch viel weniger würde ein solcher Mißbrauch der Privat-Rache, wenn es sich wirklich so verhält, so schreckliche Folgen Haben , ohne ihr Werkzeug bald durch Aufdeckung der Wahrheit mit zu verderben. Aber wie damals selbst die gerechtern Vertreter des Gesetzes gegen jüdische Übclthäter oder auch nur Angeschuldigte verfuhren, wird manchem Lesen aus dem achten Theile meiner ״Geschichte der Israeliten seit der Zeit dev Maccabäer" bekannt sein. Aus den damaligen Zeitumständen und der Sinnesart der beiden Ferdinande, in Betreff der Juden, zu schließen, war die Behandlung des Rabbi Lipmann noch eine glimpfliche zu nennen. Betrübender ist der Anblick der inner» Zwistigkeit der Gemeindeglieder, denen Eintracht ganz besonders damals sehr zu empfehlen war, da die geringste mißbilligende Äußerung des Hofes , gegen sie im Allgemeinen leicht den ganzen Pöbel wider sie gehetzt und, sie allesamMt zu Grunde gerichtet hätte. Es ist aber der Charakter der Unterdrückten , daß sie zwar standhaft eine Idee, behaupten