Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Merkwürdige Schicksale des berühmten Rabbinen R. Lippmann Heller, in den Jahren 1629-1644 von ihm selbst beschrieben
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 142 (sequence 2)
- Language
- German
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142 unfern Geschmacke wenig zusagend, doch durch ihre Absicht, Trost für einzelne Unglücksfälle, und dabei zugleich für dauernde allgemeine Leiden einzufld'ßen, minder ,lächerlich erscheint. Der Verfasser betheuert übrigens, daß er nur die reine ungetrübte Wahrheit erzähle , und in der That finden wir in der ganzen Darstellung nichts Unglaubliches, vielmehr alles innig zusammenhängend, so daß kein Grund zum Vezweir feln derselben übrig bleibt. R. Lipmann Jom Tob, Ben Nathan, Lewi, Heller war im Jahre 1626! bereits 28 Jahre hindurch alljährlich von der Gemeinde in Prag zum Dajon oder obersten Schiedsrichter erwählt worden, woraus man auf das Ansehn, worin seine Gelehrsamkeit und Rechtschaffenheit standen, schließen kann. Er war zugleich Oberhaupt einer bedeutenden Lalmudschule, worin beständig , und zwar bei Nacht, wie bei Lage, in abwechselnden Parthieen studirt wurde. Er besaß eine kostbare Bibliothek und ein beträchtliches Vermögen. Unter so günstigen Umstäne den arbeitete er selbst seine Studien aus, und es wurden früh schon folgende Werke fertig : 1) Eine Erläuterung des Buches Bechinoth Ohm, vom Philosophen aus Beziers. 2) Zurath Ihbajitli , Erläuterung des dem Ezechiel im Traume dargestellten spätem Tempels. 3) lohi-mm, eine philosophische Erklärung des kabbalistischen Werkes Barchs Bimonim, vom