Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Religiös-moralische Reden
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 131 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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131 zu genügen, betretet das Gotteshaus, ihm, dem Allerhöchsten, mit euren Lippen Lobgesänge zu spenden, während der Geist abwesend ist! Nein! Fleisch und Geist, Körper und Seele, Sinn und Verstand / Gefühl und Vernunft, Gedanken und Empfindungen, Alles, Alles! jauchze dem Gotte des Lebens. Warum ist hier besonders dieses! Prädikat der Gottheit gewählt? Aber weil dev, dem ihr dankt und rühmt und preiset, die Quelle und der Inhalt alles Lebens ist, darum müßt auch ihr — in feinem Ebenbilde geschaffen — gleich lebenden Wesen vor ihm erscheinen, und Alles, was an und in Euch.lebet, vor ihm sich neigen! Damit nun die Feierstunde, die wir. alljährlich an diesem Tage dem Allgütigen weihen, ihm dankend ob der Kraft, die er uns zeither verlieh, und ob des . gottgefälligen Willens, den er in uns erhielt, unseren Nebcnmenschen Hülfe und Beistand in der Noch leisten zu können, damit diese feierliche Andachts-Übung nicht hcrabsinke zur Gewohnheit, wodurch sie aufhören würde, eine religiöse Handlung zu sein,.denn ״die Religion kennt keine Handlung ohne Gesinnung , kein Werk ohne Geist/ keine Übereinstimmung im Thun ohne Übereinstimmung im Sinne!"*) — ׳, Darum nun, verehrte Versammlung, will ich es wagen, vor dem Beginne dieser Andacht ׳ die zweckdienlichsten Mittel, denen gesellige Vereine überhaupt, und besonders die wohlthätige Anstalt, *) Mendelsohn's Jerusalem.