Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Über die moralische Erziehung
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 29 (sequence 19)
- Language
- German
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Lehrer in Worten oder Handlungen : sie geht im vergrvßerten Maaßstabe auf das Betragen Eurer Kinder über: Was könnte wohl der sittlichen Veredlung der Kinder mehr entgegen sein, als Mangel an Achtung gegen Diejenigen/ welche sie lehren und bilden sollen! Und ist Euch Mangel- und Labelhaftes zu Ohren gekommen von der Schule Und den Lehrern an derselben, so! untersuchet und prüfet mit eigenen Augen und Ohren. Und findet Ihr alsdann die Ursachen gegründet, findet, daß Jene sich der Achtung wirklich unwürdig gemacht: so hebt lieber sofort, mit Euren Kindern ׳ ein Verhältniß auf, dessen längerer Fortbestand' der sittlichen Bildung der Letzteren nur zum Nachtheil gereichen kann. Ähnliche Bewandniß hat eS mit Der Menschenachtung im Allgemeinen. Es ist damit: eine ganz eigene) Sache; sie kann der -Jugend׳ nichd genug .empfohlen,: nicht genug vorgezeigt wer-׳ den. *) Wo sie fehlt, da fehlt es an Bescheidenheit, an Leutseligkeit, an eigentlicher Bildung überhaupt; da ist Frechheit, Anmaßung u. dergl. m. statt: ״Liebe deinen Nächsten rc." Möchten, wir daher immer sa- *) Wie können sie füglich als:obersten Grundsatz: bei den Pflichten gegen den Nebenmenschen ansehen und im weitem Sinne darauf geltend machen, was Rousseau (Emile T. I. lib. 2.) sagt: ״La 8suis lecon de 'inorale qui convienne ä l’enfance et la plus im- . portaute a tont age> est de ne jamais faire de mal ä personne. La precepte meme,: de :faire du bien s’il ne s’äbandonne ä celui la ,:rest'dangereux, faux, contradictoire etc. etc."