Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Über die moralische Erziehung
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 12 (sequence 2)
- Language
- German
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12 gliickling; unterweiset uns, wie wir das Beste dev Generation Hervorbringen sollen und können, und. gewiß, es wird künftighin nicht mehr so schlimm stehen um euer Geschlecht. Bedürfen wir ja noch nicht der Besserung, sonderndes Guten nur. Das gebt, das zeiget uns." ׳ '? Welcher Kinder - und Menschenfreund würde solcher billigen Forderung nicht gern Gehör geben, nicht gern ihr Genüge zu leisten bereitwillig sich zeigen wollen? So wären wir schon, und wie wir glauben, ohne Umweg, auf dem rechten Standpunkte unserer Betrachtung angelangt * ׳ auf dem der Erzi ehung. — Won der Erziehung (freilich dieses Wort in dem weitesten. Sinneseiner Bezeichnung verstanden) hängt alles Wohl und Weh des Menschengeschlechts ab.*) *) Wir huldigen nämlich dem tröstenden Glauben (und bewahrte Denker stehen uns dabei zur Seite), daß jede Kinderseele die ,Möglichkeit an sich trage, zum Tugendhelden erzogen und gebildet zu werden; daß Temperament und Widerstreit der sinnlichen Natur, so wie äußere Umstande, die moralische Erziehung sehr erschweren können; dessenungeachtet aber bei beharr- , licher Aufmerksamkeit und frühzeitigster Beobachtung, die moralische Erziehung jene Hindernisse beseitigen und dem (obern) Begehrungsvermögen eins vorherrschend sittliche Richtung geben können. ״ Erwägt zuerst die Sittlichkeit. Der innere Mensch wird wie der Neger weiß geboren und vom Leben schwarz gebrannt." — (Jean Paul in der Levana 1. Thl. ,S. 46.)