Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Nachrichten und Verfügungen, die Israeliten im Königreiche Baiern betreffend
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
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6 Glaubensgenossen im Königreiche (Baiern) betreffend,*) war Heils in Folge der seit der grauesten Vorzeit fortgeerbten Gewohnheiten -Handel aller Art und uns ter den verschiedensten Formen der einzige Erwerbzweig der Juden u. s. w. Es war daher kein'geringes Unternehmen, die Bestimmungen des allerhöchsten Edikts in Vollzug zu setzen, und die Juden zum Feldbau und zum Betrieb bürgerlicher Gewerbe zu bestimmen. Dessenungeachtet ist cs den rastlosen Bemühungen der königlichen Negierung des Obermains kreises gelungen, die beträchtliche Zahl der jüdischen Hausircr nach und nach bis auf ungefähr 280 zu vers mindern, während , wie gedacht, vor Eintritt jenes Edikts beinahe alle Juden, welche im Obermainkrcis gegen *400 Familien zählen, schacherten u. s. w. Wenn nun auch gegenwärtig hie und da noch ein und der andere Jude unerlaubter Weise sich mit Schachern abgeben sollte u. s. w. — so läßt sich doch mit Gewißheit erwarten, daßin Bälde der die Mens schenwürde entehrende Schacherhandel verdrängt, und die Israeliten in die Klasse der producirenden Staatsbürger-eingereiht werden können. Mit konsequenter Strenge wird darauf gehalten, daß kein Israelit sich ansässig macht und immatrikulirt wird, welcher sich nicht über einen erlaubten und gesetzlich gebilligten Nahrungsstand ausgewiescn hat. — Man kann annehmen, daß nun die ger *) M, s. das 4ts des 5ten Jahrganges der Sulamith, Seite 302. D. H.