Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Zwei Berichte über den Verein zur Beförderung von Handwerkern unter den Juden
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 366 (sequence 6)
- Language
- German
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366 d) was nicht zu leugnen ist, eine gewisse Arbeitsscheu, hervorgebracht durch die Leichtigkeit des Erwerbs, die der Handel darbot; e) Armuth, gerade der Klasse, die sich wohl zur Ergreifung von Handwerken entschlossen hätte; f) damit ich auch nichts verhehle, ein gewisser .Stolz, mit dem früher der Jude, wie andere, auf den Handwerker herabsah. Natürlich mußte bei dem allgemeinen Streben der Nation auch das Augenmerk der Bessern auf diesen Zweig menschlicher Ausbildung fallen, und ihn dem Volke erreichbar zu., machen, sich bestreben. Man sah ein, daß ein Thcil der genannten Hindernisse mit der Zeit von selbst dahingeschwunden war. Verschwunden war der Kastengeist der Zünfte, gemildert, Dank dem bessern! .Sinne der Zeit! jene unglückselige Intoleranz und jener j trennende Nationalhaß, gestiegen war die Achtung der j Handwerker, freier der Betrieb, lebhafter das Gefühl, wie ehrenvoll es seif durch seiner Hände Arbeit sich sein tägliches Brot zu erwerben, und so bedurfte cs nur noch i der letzten, kräftigen Anregung, um auch den Juden hausiger zum Betriebe von Handwerken hinzuführen. Dies bezweckten einzelne Vereine, die sich seit einigen Jahren.in : . Hamburg, Berlin, Frankfurt*) und neuerdings in München, wovon der letzte sich vorzüglich die Aufmunterung der > schweren Handwerke, als das der Maurer, Zimmerleute, Grob-oder Hufschmiede, angelegen sein läßt, für einen kleinen Bezirk oder sich ganz auf ihren Ort beschränkend,; *) DeßauOffcnbach am Main u. a. m. D. H.