Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Etwas über die Verhältnisse der Israeliten im Königreiche Westphalen
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 346 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2304627-2304631-2304632-2310623--07536-2311091- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
davon überschicken, welchem Sie dann ein Plätzchen in Ihrer Sulamith gönnen wollen. Gott erhalte den König Wilhelm! segne die edlen Volksrepräsentanten, und beglücke das erleuchtete Würtemberg!! Die Israeliten in Würtemberg, deren Schicksal sich seit kurzer Zeit um so vieles gebessert hat, sahen dieser glücklichen Veränderung schon seit dem Jahre 1822 entgegen, und strebten, der bevorstehenden Einbürgerung sich dadurch würdig zu machen, daß sie ihren Kindern eine bessere und zeitgemäßere Bildung geben ließen. -Freiwillig errichteten sie mit großem Kostenaufwands öffentliche Schulen, in welchen vom Staate geprüfte und genehmigte Lehrer Unterricht ertheilen, so wie ihn der sehr gute Schulplan der obersten Kirchenbehörde vorschreibt. Elf öffentliche Israelitische Schulen bestehen bereits, unter diesen sind mehrere, an welchen zwei Lehrer — einer für das Hebräische und einer stir das Deutsche Fach — eingestellt sind, und mehr als neun hundert Kinder erhalten darin einen zeitgemäßen Unterricht. Schon früher widmeten sich, bei sehr wenig befchränktem Handel, viele junge Israeliten den Hand- Werken, und einige den Wissenschaften und Künsten. Vorzügliches Lob verdient in dieser Hinsicht, der Herr Rabbiner M. L. Frankfurter, zu Oberdorf, bei Bopsi'ngen. Dieser würdige Geistliche bot nicht nur Alles auf» seine Glaubensgenossen zur Erlernung ordentlicher Handthierungen zu ermuntern, sondern ging auch mit dem rühmlichen Beispiele voran, daß er drei seiner-Söhne