Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Schreiben aus Triest, an den Herausgeber dieser Zeitschrift, den Kulturzustand der Israeliten in Italien betreffend
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 341 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/2304627-2304631-2304632-2310622--07530-2311086- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
b) M al ere i. In der venetianischen Schule hat sich Giacomo Stella aus Ceneda gebildet.. Von ihm ist das im dortigen Stadthause ausgestellte Porträt Sr. Majestät des Kaisers, der sich im Jahre 1825, als Er das Lombardisch-Venetianische Königreich bereiste, den Künstler vorstellcn ließ, und ihm Sein Allerhöchstes Wohlgefallen bezeugte. c) Kupferstecherkunst. Samuel Jesi, aus der Mailändischen Schule hervorgegangen , und ein Zögling des berühmten Ritters Longhi, hat an der Verstoßung der Hagar, die er aus einem in der Gallerie von Brera zu Mailand besindlichen Gemälde des Guercino däs Cento entlehnte, ein Meisterstück an den Tag gefördert, daß ihm eine Stelle unter den besseren Kupferstechern unseres Zeitalters sichert. Jetzt arbeitet er für Rechnung des Kunsthändlers Artaria aus Mannheim, an der Nachstechung eines in der Doinkirche zu Florenz existirenden Gemäldes des Br. Bartholomäus von St. Mareo, der zu Anfänge des sechzehnten Jahrhunderts blühte.*) - *) Man vergleiche folgende Nachricht in dem Kunstblatte No. 2., vom 4ten Januar 1827. ״ Erst in neuerer Zeit beginnen auch Israeliten in Italien sich mit den Künsten zu beschäftigen.. Ihre und der Ehristen Worurtheilc hielten sie früher auch von den Schulen ab, wo sie die Anfangsgründe hätten erlernen können. In Mailand, wo alles Gute ausgenommen und gepflegt wird, hat man auch Samuel Jesi aufgemuntert, und sein Kupferstich, die entlassene Hagar,. nach