Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Einige Worte an das Publikum
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 314 (sequence 12)
- Language
- German
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314 --- Mit vorzüglicher Genauigkeit ist die McssiaSlehre, wie sie in historisch-logischer Ordnung im Jsraelitenthumr sich gestaltete, dargestellt.*) Vom Weltgerichte konnte aber nicht mehr gesagt werden, als daß es ist, denn die obwaltenden Streitigkeiten entstanden bloß daher, daß man bei dem wahrhaft antropopatischen Namen Gericht nicht^an Akkommodation dachte, eben so wurde durchaus nichts erwähnt davon,- ob die Strafen ewig seien, wie dies in anderen geschehen ist, weil die biblische Theologie für ewige Strafen zu sprechen scheint, während die Philosophie mit Gottes Allgüte dies nicht vereinigen kann. Man hat zur Bereinigung beider seine Zuflucht zu Hypothetischen. oder relativ-ewigen Höllenstrafen genommen, die aber beide nicht sehr befriedigen.. Für relativ-ewige Ganzen haben die vielfachen, nichts-genau bezeichnenden Namen, als : Olam haba, Jemotli bamescbiacli u. s. w. ( vergl. die vielen Bezeichnungen im N. T. am>v: ij.sXXwv , sp^ofxsvos sxsivos u. s. w.) viel zur Begriffsverwirrung beigetragen, und jene Fragen Abarbancll's, die kaum hinlänglich erörtert sind (s. Niscbmatb Obajim), veranlaßt.- S. Bertholä Christilogia Judaeorum etc. Keil Historia dogmatis. de 1-egno Messia etc. und de Wette Bibi. Dogmatik SEI), 1. §. 114-—118, Welchen Begriff bei dieser Messiasidce das Judenthum von -anderen aus Offenbarung sich, fußenden Religionen hat, ergiebt sich aus Cosri P. IV, 23. und Maimonides in Jad Cliasakabi Melach. cap. II. in der Venetiancr Ausgabe, womit man Mercier's philosophische Traume und Visionen, Traum 10, M a h o m e t, vergleichen möge.