Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 1
- Article
- [Nachricht]
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 280 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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.■^■״יי־׳־־״• 280 seinem haüslichen und bürgerlichen Berufe den dreifachcn Lebensfaden, der, ach, nur zu früh, abgcschnitten ward.^ Diesem Berufe war er auch diesmal gefolgt, aus der Heimath in die Fremde; doch es war der Ruf aus der Fremde in die ewige Heimath; er starb, wie er lebte, jm Beru fe;- da er Gott suchte, fand er ihn; an der'Schwelle des Heiligthums, das er am folgenden Tage zu betreten gedachte, ward ihm das höhere Heiligthum geöffnet. — Nicht konnten seine Lieben die letzten Stunden ihm erhellen; die treue Freundschuft zeigte sich an seinem Sterbelager um so schsner. Nicht konnten dieSeiyigen auf dem letzten Gange ihn begleiten, um den Staub dem Staube zu geben; aber Taufende, die ihn kannten, schätzten, ehrten und liebten, folgten theilnchmend seiner entsc(lteu Hülle, und die Wünsche des neuen Jahres verstummten vor dem Schmerze über das Opfer, das der letzte Tag des alten Jahres noch gefordert. *) Niedcrschlagend und tiefbeugend traf die ׳Kunde den hochbetagten Vater, die liebende Gattinn, die unmündigen vier Kinder, den treuesten Bruder, die zärtlichen Angehörigen alle; noch weint ihr Auge, noch blutet daLHerz, denn von ihnen gegangen und nicht wicdcrgckehrt ist ein seltner Sohn dem Vater, ein treuer Lebensgefährte der Gattinn, ein zärtlicher Vater den hoffnungsvollen Kindern, ein Bruder im reichsten Sinne des -Wortes/ den Geschwistern. An ihrem gerechten Schmerze Lheil nehmen alle , in *) Er starb den r. Oktober 1826 , und ward am 2. begraben, am Neujahrskage der Welt 5587.