Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Einweihung des neuen Israelitischen Bethauses zu Wien
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 272 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/2304627-2304631-2304632-2310606--07437-2311017- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
272 — kräftigen Basse den Psalm LXXXiv an *), in welchen der Chor abwechselnd mit Gesang und Instrumentalmustk einfiel *"׳), sie war feierlich und rührend wie der Psalm selbst, von dem ich bloß die Worte anführe.:׳ ״Auch der Vogel findet sein Haus und die Schwalbe hat ihr Nest, wohin sie bringet ihre Jungen; — Das sind uns deine Altäre Gott Zebaoth, mein König und Gott!" Die Harfen - Akkorde, die dazwischen ertönten, Klange, gleichsam aus dem fernen Lande Jsraels und aus den Tagen feines Königs David herüber gekommen, waren von unbeschreiblicher Wirkung.***) *) Wie lieblich sind deine Wohnungen, Gott Zebaoth! **) Eine zweite Stimme, nebst einem Chor, der aus go Dilletanten Israelitischer Religion bestand, begann hierauf einige paffende Stellen aus dem Psalm zu wiederholen. Auch die Instrument- Musik war, bis auf die Pauken, von Israeliten besetzt. ***) Die Musik zu dem Psalm sowohl, als zu den übrigen Gesängen, wurde von Herrn Joseph Drechs» ler, Kapellmeister und Professor der Harmonie bei St. Anna, componirt. Wie er so ganz in die Tiefe der hohen Gotteslieder eingedrungen, ward wohl jenen am meisten klar, die mit der orientalischen Poesie vertraut sind. Herr Drechsler hat durch diese majestätische und feierliche Musik sein längst anerkanntes Talent auf das Glänzendste neu bewährt. Nachstehendes Dankschreiben wurde ihm von den Vorstehern der Israelitischen Religionsgenoffen eingehändigt: Ew. Wohlgeboren. Wir erfüllen mit besonder!« Vergnügen eine