Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Über den Einfluß der Sprache auf's Denken und die Methode des Unterrichts in der Muttersprache
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 233 (sequence 2)
- Language
- German
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2Z3 praktischen Brauchbarkeit, die Erlangung gewisser Ferkigkciken bezwecken, sondern die Ausbildung des ganzen Menschen und die Entwickelung der gesammten Geisteskrafte zum Augenmerk nehmen müsse, Wenn wir nun, von dieser Ansicht ausgehend, die verschiedenen Gegenstände, die den Lehrstoff der Bürgerschule ausmachcn, in Rücksicht ihrer bildenden Kraft, ihres Vermögens das Geistige in der Menschennatur zur Erscheinung zu bringen und in eine, derselben angemessene Thatigkeit zu fetzen, mit einander vergleichen und uns die Frage vorlegen: welchem Gegenstände die größte Bildungskra^t inwohne? so werden wir mit vvl«׳ len! Rechte der Muttersprache den ersten Rang einräumen können. , Diese Behauptung in ein helleres Licht zu setzen und einige, für die Erziehung und den Unterricht vielleicht nicht unbedeutende Folgerungen daraus zu ziehen , dürfte wohl noch in unserer Zeit picht als eine unnütze Arbeit erscheinen. Cs sei uns, indem wir diesen Versuch wagen, erlaubt, einige Untersuchungen über das menschliche Denkvermögen anzustellcn.. und über die Erzeugung der Begriffe, diese Grundlage aller Philosophie, einige Gedanken zur weitern Prüfung vorzulegen. Zwei, von verschiedenen Organisations- Systeme« ausgehende Krafte oder Thatigkeiten zeigen sich uns im Gebiete des thierischen Lebens;! Instinkt und Ver« staub. Jener offenbart sich überall, .wo Leben sich regt; er ist es, der bei den lebenden Wesen im Anfänge alle Bewegungen des Lebens leitet und , selbst bci'm Menscheu, noch in der Folge der Antrieb vieler Handlungen VII. Zahrg. 1. Band. 1/