Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Literatur [Rezension]
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 208 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- spine
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Rektor der dortigen Universität, bei Ankündigung der Festtage Weihnachten, Pfingsten und Ostern rz26, bis jetzt in drei Programmen: Ueber die Bereicherung der hebräischen Sprache aus der Mischna, (de thefauro linguae s Hebraeicae e Mischna augenclo), Mit der ihm eigenen Kiese und Klarheit und mit besonders großem Fleiße geschrieben hat. Mit Recht findet der Herr Verfasser in der Mischna den Schatz, aus dem wir schöpfend das Lückenhafte und Leere reichlich äusfüllen können, welches uns zurückbleibt, wenn wir einzig und allein die heilige Schrift als die Aufbewahrerin der ächten hebräischen Sprache ansrhen wollen. Freilich rührt die Mischna, oder vielmehr ihr schriftliches Dasein, aus einer spätern Zeit her, wo schon fremde und einheimische Sp.rachelemente wild durcheinander geworfen wurden, und das Hebräische selbst kaum mehr, " als unter den Gelehrten einheimisch war.. Man könnte daher nicht freventlicher gegen den Geist der Sprache fündigen, als wenn man alle jene verstümmelten und fremdartigen Wortgestaltungen, die man in der Mischna antrifft, unbedingt gebrauchen, und für rein Hebräisch gelten lassen wollte. Dieß wird wahrscheinlich auch-die Ansicht des. geehrten Herrn Verfassers sein, worüber er sich bis jetzt noch nicht bestimmt ausgedrückt hat, indem * er überhaupt, so weit die drei gegenwärtigen Hefte rei- Gen, die sprachlichen Eigenthümlichkeiten der Mischna auf das Genaueste angiebt, hingegen Wahl und Benutzung seiner Schätze dem Willen jedes Einzelnen zu überlassen scheint. Bon dem trefflichen Werke selbst können wir hier jetzt nur eine kurze Znhaltsanzeige geben, um die