Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Literatur [Rezension]
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 181 (sequence 4)
- Language
- German
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""-"־י־־-" lg! derspruche mit dem Texte der heiligen Urkunde zu sein. Diese Abweichungen aber sind selten, fast nie auf einen HauptmomenL der Geschichte gerichtet, und mit jenen zu vergleichen, welche sich die Septuaginta vielfach erlaubt. Man könnte sogar den Josephus mit einer abweichenden Abschrift eines Bibelexemplars entschuldigen. Es ist eine Tradition der Altrabbinen *) daß man drei Bibelexemplare im Vorhofe des Tempels gefunden, welche in gewissen Stellen sich durch verschiedene Lesearten unterschieden. Mit kritischer Umsicht behauptet auch Eich- Horn **) daß mehrere Authographa oder mehrereOrigiginal - Exemplare vorhanden gewesen, die in den Stücken einander abwichen, in welchem das Wesen einer neuen Necension bestehet. Wörter waren vertauscht, exquisitere Lesearten gewählt, Zusätze eingeschoben rc. rc. Bei, dem Eriumphzuge des V e s p a si a n und des Titus, wo die eroberten Schätze des Tempels zur Schau getragen wurden, befand sich auch das Gesetzbuch der Inden (te vQf-üur 0 Ttov, I'sriZNiwv). Es ist zu vermuthen, daß das ächte Tempelexemplar als Palladium der Jsrae- Uten gerettet worden, und nicht in die Hände der feindlichen Römer gefallen sei; denn diese waren durch ihre Nnkenntniß der Sprache und Sache leicht zu hintergehen. Wenn also Josephus, wie er selbst in seiner Biographie erzählt, auf seine Bitte die heilige Schrift vom Titus zum Geschenke erhielt, so ist es wahrscheinlich, daß sie ir» *) Talmud Hieroso], Thaanith 68. 1. Masecliet So p her im. VI. 4. :*.*) Einleitung in das alte Testament 1. Band. Kap. ׳ .82 .§ .2