Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Bericht über die Enstehung und den Fortgang des Vereins in Frankfurt am Main, zur Beförderung von Handwerkern unter den Israeliten
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 126 (sequence 5)
- Language
- German
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126 mußten also wünschen und ciftig darauf hinarbeiten^ recht viele Lehrlinge zu allerlei Handwerken zu erhalten, und konnten daher, sollte die Zahl der Unterstützten nicht unbedeutend bleiben, die S um m e der Unterstützung nicht über das ausdeynen was zum Handwerk selbst nothwendig ist. Für ihre Kost und Wohuung zu sorgen, blieb daher den Lehrlingen selbst, oder ihren Angehörigen überlassen. Zn dieser Ansicht konnte es nun freilich folgerecht erscheinen, die Bewilligung der Unterstützung an keine andere Bedingung zu knüpfen, als an das Bedürfniß und die Würdigkeit des Hülfesuchenden; und unsere Wirksamkeit nur durch unsere Mittel, nicht durch die mehr oder minder große Entfernung im Raums zu bedingen. Dennoch fanden wir, bei reiferer Erwägung, überwiegende Gründe unfern Wirkungskreis nicht über 6 Stunden im Umkreise der hiesigen Stadt auszudehnen, weil es uns besser schien in einem enger gezogenen Kreise möglichst umfassend zu wirken, als bei beschrankten Mitteln unsere Kräfte zu zersplittern, und jede Controlle von unserer Seite unmöglich zu machen. Bei dem so gefaßten Standpunkte stellte sich ein ferneres Ziel als wesentlich, und dessen Erreichung als höchst wünfchenswerth heraus: das nämlich, unter unsere Lehrlinge auch solche zählen zu können, welche sich zu schweren d. i. zu Handwerken bestimmtest, welche Muth und physische Kraft theils voraussetzen, theils erzeugen. Aber wenn es wesentlich war dieses Ziel im Auge zu behalten, so war es nicht minder wichtig einer andern Klippe zu entgehn, und nicht, aus allzu warmem Eifer,