Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Bericht über die Enstehung und den Fortgang des Vereins in Frankfurt am Main, zur Beförderung von Handwerkern unter den Israeliten
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 125 (sequence 4)
- Language
- German
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125 kam, und dadurch in den Stand setzte mehrere Lehrlinge zu braven Meistern zu geben, und die Idee sofort ins Leben treten zu lassen. Schwieriger war es, der zweiten Aufgabe zu entsprechen, und bald zeigte es sich unmöglich dieselbe zu lösen, bevor man hinlängliche Erfahrungen gesammelt, und sich mit dem Zunftwesen etwas bekannter gemacht hatte. Denn wenn gleich unser Verein, weder hier noch in anderen Städten der erste dieser Art ist, so ist er doch der Erste, dessen Unterstützung sich nicht auf das Weichbild der Stadt beschränkt, in welcher er besteht und wir konnten also anderweitige Erfahrungen nicht benutzen.*) Man mußte daher die Entwerfung der Statuten auf eine spatere Zeit verschieben, und sich für den Augenblick begnügen einige allgemeine Grundsätze aufzustellen. Es war augenscheinlich, daß nicht sowohl die Unterstützung Einzelner, als die Beförderung der Handwerks unter den Israeliten überhaupt, Zweck und Streben des Vereins sein müsse, wenn dieser mehr als eine gewöhniiche Hülfanstalt sein, und auf die bürgerliche Werbesserung der Israeliten einigermaßen einwirken sollte. Wiv *) Die Wohlthatcn des im 6ken Jahrgange der Sulae mich ausführlich erwähnten Humanität-Vereins in Deßau, beschränken sich ebenfalls nicht auf diese Stadt allein, sondern auch alle Landgemeinden, unv selbst Gemeinden im Auslande, welche deßhalbige jährliche Beiträge leisten, werben der Unterstützung theilhaftig. So wurde z. B. vor Kurzem ein armer Bursche aus der beitragenden Israelitischen Gemeinde zu Sondershausen zur Erlernung des Tischler- Handwerks in Deßau, mit größter Bereitwilligkeit vom Vereine unterstützt. D: H.