Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Neue Synagogenordnung zu Aarhus, in Jütland
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 121 (sequence 2)
- Language
- German
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121 Wenn es nun ein heiliger Satz ist: ״Besser wenige Gebete mit Andacht verrichtet, als viele ohne Andacht," und ein Theil der vielen in hebräischer und aramäischer Sprache verfaßten Gebete und Gesänge ausgeschlossen werden muß, um an ihrer Stelle auch etwas Allgemein verständliches und in unsrer Zeit Erbauliches einzuführen; wer wird dann das Ausschließen dieser Neben« gebet« mißbilligen? wer wird etwa gar behaupten wollen, Laß sie zu denjenigen Dingen in der Religion gehören, die keine Abänderung leiden? Wenn es ferner, zufolge des Schulchan Aruchs, jore Dea §. 214. 2. erlaubt ist, üble, obwohl allgemein angenommene Kirchengebräuche zu jeder Zeit, auch ohne gesetzmäßige Aufhebung, abzuschaffen; (sie sollen nämlich nicht als Gelnbde betrachtet werden, als hatte man durch stillschweigende Genehmigung gelobt sie immer beizuhalten, welches sonst eine feierliche Aufhebung erfordern würde;) wer wird es mir dann verargen, daß ich diese!Gebete (die, in orientalischen Sprachen verfaßt, in ihrem ganzen Umfange nur von dem Eingeweiheten verstanden werden, und folglich ihren Zweck als all gemeine Gebete verfehlen), übel undMpassend für den öffentlichen Gottesdienst in unserer Zeit nenne, und sie daher in diesem Vorschläge ohne Weiteres ausschließe? — unsere großen Rabbiner gewiß nicht. *) *) Gewiß nicht? Ist denn der würdige Herr Verfass scr davon überzeugt.? Ich wünsche freilich, daß diese Nabbinen ihre Stimmen nicht gegen diese allerdings wünschenswerthen Verbesserungen laut crhe- VII. Zahrg. 1» Wand, 9