Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Bemerkungen über Sprache und Sprachunterricht, als Beförderungsmittel der allgemeinen Bildung
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 26 (sequence 2)
- Language
- German
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26 doch seine Thatigkeit auf den genannten allgemeinen Grundsatz stützen, wenn dieselbe nicht engherzig und einseitig sein soll. Die Bildung für den bestimmten Beruf und Wirkungskreis beginnt ja ohnedieß in der Regel erst recht, wenn die Schule und die häusliche Erziehung das Ihrige gethan haben; die rechte Thätigkeit für das praktische Leben aber giebt nur' das Leben selbst, und es kann für dasselbe nicht besser vvrgearbeitet werden, als eben durch Anregung und Entfaltung des Allgemein- Menschlichen. Darin sind nun auch wohl die meisten denkenden Pädagogen einverstanden, daß der Zweck ihrer Khatigkeit in dieser Allgemeinheit aufzufassen und zu erstreben sei; auch die Ansicht dürfte nur von Wenigen in Abrede gestellt werden, daß jede Schule, auch die Volks« schule, nicht bloß im Unterrichten und Lehren ihre Bestimmung erfülle, sondern im Erziehen und Bilden; daß es überall nicht so sehr darauf ankomme, wieniek-- und was man lehrt, als auf welche Weise die Lehrgegenstande bei'gebrachtwerden, was dabei für die Anregung der inner» Kräfte, für das Selbstleben und die jetzige und künftige freie Ehatigkeit dls Zöglings gewonnen wird; aber, Himmel, welch eine Masse von Schwierigkeiten und Hindernissen thürmen sich auf, sobald es darauf ankommt, diese so umfassende Aufgabe in demselben Umfange auszuführen! Sehen wir der Wirklichkeit, besonders in Volksschulen, zu, so sind und bleiben es gewisse im Leben höchstnöthige sprachliche und wissenschaftliche Kenntnisse und einige noch unentbehrlichere Fertigkeiten, welche die Eltern und der Lektionsplan von der Schule und den Lehrern, für die