Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Der letzte Wunsch
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 14 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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י"*“-* 14 der Genuß, wie das Kind seines liebsten Spielwerks, wonach es so lange sich sehnte, oft am ersten überdrüssig wird." — Wie wahr hast du, meine Selma, gesprochen! erwiederte Selmar: darum wollen wir die allgütige Gottheit Litten, daß sie uns nimmer die Sehnsucht entzieht nach einem noch entbehrten Gute, damit aus den Lhranen die sie den Augen entpreßt, ein neuer Freudenquell entspringe und wir desto deutlicher erkennen, wie wahrhaft sie es meint die gütige Gottheit, mit dem Glücke der Sterblichen. Komm, Selma! laß uns unserer Beschützerin ein Dankopfer bringen, obgleich sie uns heute ihr geseegnetes Antlitz entzog! — Willig folgte die Gattin und sie brachten gemeinschastlich ihr Opfer; aber durch die Blatter der Laube säuselte ein Geflüster, in welchem Selma deutlich die Worte vernommen haben wollte: ״Nun erst seid ihr dauerhaft glücklich, denn ihr ״habt ausgenommen in euern Herzen der Gottheit ״Liebling — Zusriedenh eit!"— W. Blankenburg.