Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 6 (1820-1824)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Der Tag der Versöhnung
- Date
- 1820-01-01
- Page
- Seite 354 (sequence 2)
- Language
- German
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Ganz von heil'ger Freud« trunken, Sink' ich am Altäre hin, Innig im Gebet versunken, Fleh' ich Gott mit Demuthssinn; Und von Andacht hoch erhoben, Schwinget sich mein Geist nach oben, Schwinget sich zu ihm empor. Sieh', da öffnet sich, '0 Wonnen! Das Gewölb', wo tausend Sonnen Glänzen in azurner Fern', Wo sie unermeßlich kreisen, Ihres Schöpfers Allmacht preisen, Ihres Vaters, ihres Herrn;" Wo der Erde Schützer thronen. Wo die ew'gen Geister wohnen, Die, von ird'scher Last befreit, Wandeln dort in'Seligkeit. Ha, was schau' ich! — Meine Zunge Stammelt, stammelt, nennt es nicht! Za das nennt im kühnsten Schwünge Ein aus Staub Gebor'ner nicht: —־ Seinen Thron, der über Sonnen, Die auf seinen Wink begonnen, Üeber Sterne segnend, reicht! Um den Engel feiernd schweben, Dre in Gottes Nähe beben, Da er ernst den Khrvn besteigt, Um zu richten alle Welten, Um das Gute zu vergelten Und zu strafen Frevelthat-