Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 6 (1820-1824)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Die Feier des fünf und zwanzigsten Regierungs-Jubiläums Sr. Majestät des Königs von Baiern
- Date
- 1820-01-01
- Page
- Seite 350 (sequence 7)
- Language
- German
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■״■׳״־״■''״־ 350 erde auf die nackten Felsen der Berge zu tragen und daselbst durch gemauerte Terrassen zu beschützen. So verlebte das Volk seine schöne, nicht mit Unrecht von Einigen, sogenannte poetische Heroenzeit unter den Richtern, und so lebte es auch größtcntheils dann, als die Theokratie sich in Monarchie verwandelt hatte. Die Bedürfnisse des Luxus nicht kennend, zufrieden mit dem, was ihm die gütige Mutter Erde gab, finden sich, mit Ausnahme der unter Salomon, gemeinschaftlich mit den Phöniziern gemachten Expeditionen nach Ophir, fast gar keine Spuren, daß das Volk nur Neigung zu dem Handel gehabt, vielweniger solchen betrieben habe; es hatte im Gegentheil einen wahren Widerwillen gegen denselben; denn sonst hatte es ja, an den benachbarten Phöniziern, so wie spater an den kleinasiatischen und europäischen Griechen die besten Muster gehabt, nach denen es, an dem Mittelländischendamaligen Weltmeere wohnend, die Vortheile desselben füglich hätte benutzen können. — So war es vor, wie na ch dem babylonischen Exil, und nur die sogenannten hellenistischen Juden — von denen sich eine bedeutende Zahl in dem von dem Makedonier erbauten Alexandrien niedergelassen hatte — ergaben sich zum Theil den Handelsgeschäften; — der Kern des Volkes in Judäa aber, blieb stets dem Ackerhau und der Viehzucht zugethan. — Als aber nach der zweiten Zerstörung. Jerusalems ein großer Theil des Volkes in die weiten Länder des Römischen Reichs zerstreut wurde, —als später das Feudal- Wem in beinah ganz Europa Fuß faßte, hierdurch aber