Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 6 (1820-1824)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Predigt
- Date
- 1820-01-01
- Page
- Seite 328 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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“׳־'■״־ 328 auf Erden — Gott ähnlich werden— hierin bestehet des. Menschen Adel. Und wodurch wird er dein Eigenthum, o Mensch? Es kann nur Eine Antwort geben: durch die Lugend! Denn was ist die Lugend anders, als unsere Leidenschaften durch unsere Vernunft beherrschen — in dieser Herrschaft nach dem Höher» streben — und in diesem Streben dem Ideal alles Guten und Großen — (Bott. —. immer näher zu kommen und ähnlicher zu werden. Was ihr Geburt und Glück nennt, können den Menschen niemals adeln! Außer der Tugend giebt es vor Gottes Augen keinen Adel: .. ״Durch sie steigst du zum göttlichen Geschlechts, Und ohne sie sind Könige nur Knechte," Doch von einem bleibenden Adel sprach ich,und daß e r euch als unverlierbares Erbe angewiesen sei — - das wollte ich euch aus dem Geschlechtsregister des Menschen darthun. Leset wieder: ״Und als Adam izo Jahre lebte, zeugte er in seiner Ae hnlichkeit, in seinem Ebenbilde den Seth." Wie? Adam, der in Gottes Bild geschaffene Adam bringt Söhne und Löch- 1er in demselben Gottesbilde zur Welt, nachdem er im Paradiese gekündigt und Gottes Befehle übertreten? Wie, hatte er, als Strafe für den begangenen Fehl, jene göttliche Bildung nicht einbüßen müssen? Nein, nein , m. Theuren! wohl hatte das Staubgebilde das Himmlische auf Augenblicke vergessen und den Adelsbrief nicht vor Augen gehabt — aber verloren ging das göttliche Gebilde mit Nichten; aber verloren ging der Menschenadel mit Nichten! Dieß zu wissen und zu.er-