Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 6 (1820-1824)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Predigt
- Date
- 1820-01-01
- Page
- Seite 326 (sequence 7)
- Language
- German
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0,-)^ «MS** U»*«*gart d!e Menschen den unermeßlichen Reichthum kennen und schätzen sollten, den dieser Name in sich faßt. — Welche Achtung würde man vor dem Menschen haben!? Könnte freche Willkühr Statt finden bei Völkern und manchen Gebietern? Würden größere oder kleinere Gebieter auf Fesseln sinnen, um ihre Untergebenen, die da Mens schen sind — einzuschmieden? — Würden der Menschheit Zwecke und Rechte so oft hintertrieben und verhöhnt werden, Wenn der Mensch als solcher überall erkannt und verstanden werden möchte — würde nicht freier der Geist sich aussprechen dürfen über der Menschheit höchste Angelegenheiten? — Würde nicht das sticht der Wernunft -־■ des Menschen Charakterzeichen — in Schulen und Gotteshäusern Helle leuchten? Würde man wohl Jahrhunderte lang wie furchtsame Kinder immer nur um den Pallast herumschleichcn, ohne näher zu treten und mit den Augen, die Gott dem Menschen gegeben, klarer und Heller zu schauen? Wäre er erkannt, jener größte der Namen — würde es dem Menschen nicht geuügen -יein Mensch zu sein? Würde er sich aber alsdann nicht frei regen und bewegen können in allen Lagen und Verhältnissen, sobald die Regung und Bewegung nur menschlich, menschenge maß, menschenwürdig wäre? Wahrlich, wahrlich, jeder Rückschritt, jede Bedrückung, jede Umbill, jedes Unrecht, jede Antyscrenz ist ein tiefer Seufzer, daß die Schmach der Menschheit noch wie Würmer, auskreucht; daß der Mensch seinen rechten und wahren Namen noch nicht angenommen, daß es ihm an der rechten Achtung vor diesem Namen durchaus noch gebricht. — Was sprecht und predigt ihr