Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 6 (1820-1824)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Vergleichungen
- Date
- 1820-01-01
- Page
- Seite 164 (sequence 1)
- Language
- German
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i64 IV. Verg lei chu n ge n *). M a d ch e n h e r o i s m u s. A sole exöriente, supra Maeotis'paludes Nemo esl, qui factis nie -aequiparare queat. (Cic. Tusc. Quaest. L. 5.) Wem sind die Nacken Lucretia und Virginia wohl unbekannt? Wer kennt nicht die Geschichte jenes Heldenmädchens, das, um der Bestialität eines berüchtigten Gothenanführers zu entgehen, diesem versprach , daß wenn er ihrer schone, sie ihm die Kunst lehren wolle, daß kein Schwert, kein Geschoß ihm je etwas anhaben, ja nicht einmal ihn verletzen können soll; und, als n. ihr dieses zugestanden hatte, ihn, zum Beweis der Un-, trüglichkeit ihrer Angabe, dazu vermochte, den Versuch damit sogleich an ihr zu machen: worauf er auch wirklich, zu deren Erprobung, ihr den Kopf abschlug, wodurch sie sich, indem sie sich freiwillig dem Lode weihete, vor Entehrung schützte. Weniger bekannt dürfte aber vielleicht die folgende Geschichte sein, welche, obwohl nicht so alt als die obigen, ihnen dennoch an Interesse keinesweges nachstehen möchte. — Als nämlich im Jahre 1570 die Türken unter dem berüchtigten Piali, N i k 0 si a, die Hauptstadt der *) Stu'3 einem so eben erschienenen Schriftchen des Herrn M. Fischer in Prag: Archiv für Gegenstände, den Mosaismus und seine Bekenner betreffend. Prag 1823, \