Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 6 (1820-1824)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Kurze geschichtliche Darstellung der Real- und Volksschule der Israelitischen Gemeinde zu Frankfurt am Main
- Date
- 1820-01-01
- Page
- Seite 162 (sequence 15)
- Language
- German
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1:62 die Vorsteher fanden die schönste Belohnung ihrer Mühe. m dem Gedeihen ihres Werkes , - das freilich noch ״immer mit zahlreichen Gegnern und ׳mancherlei Hindernissen zu kämpfen hatte. v;'׳ Zu den letztern gehörte der Mangel eines eigenen Lokals, und inan mußte sich mit einem gemiethctcn Privathause behelfen, dem die meisten, einem Schulgebäude nothwendigen Eigenschaften abgingen. - ' Won noch größeren Nachtheile war der Umstand, daß die Anstalt/ohne allen Fond/außer ׳den erwähnten tausend Gulden und den freiwilligen Beiträgen, keine andere Hülfsquelle als das׳ Schulgeld hatte/ eine unsichere Einnähme, abhängig von der wandelbaren Gunst eines kleineü Publikums *)/ in das die Schule und einige Privat- Institute und Winkelschulen sich theilten. Welch ein niederschlagender Gedanke für den Lehrer, , sich der Gefahr ausgesetzt zu' sehen, nachdem er seine besten׳ Jahre und Kräfte einem mühevollen Berufe für kärglichen Sold geopfert, in sp ä t er m Alter dem Mangel preisgegeben zu sein.. Diesen Mängeln konnte jedoch durch kräftiges Einschreiten ׳ der Regierung abgeholfen werden und ein wichtiger Schritt ׳ war bereits dazu gethan. Cs hatte nämlich der 'obengedachte Herr Stern, als Mitglied des Gemeinde-Borstandes, schon im I. izoy den Plan zu einer allgemeinen, öffentlichen Schule entworfen;' die Regierung hatte auch denselben vorläusig genehmigt und mehrere, zum Behufe des Zugendunterrichts vorhandene . *) Die Zahl der schulfähigen Kinder der Gemeinde übersteigt kaum 500, von welchen ein beträchtlicher Theil unbemittelt sind. ' . .־