Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 6 (1820-1824)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Kurze geschichtliche Darstellung der Real- und Volksschule der Israelitischen Gemeinde zu Frankfurt am Main
- Date
- 1820-01-01
- Page
- Seite 161 (sequence 14)
- Language
- German
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———•-"1 יör beklagen Ursache Haben; der gebildete Mann wird sich nur mit einer solchen Gattin wahrhaft r: glücklich fühlen, die, von den Pflichten ihres Berufes durchdrungcwund in deren Ausübung ihre Zufriedenheit findend, auch zu den Ideen und Empfindungen ihres Gatten, sich erheben und seine geistigen Genüsse theilen sann. .Ihr werden die Mußestunden nach׳ Erfüllung ihrer Pflichten nicht zur peinlichen Qual , und si e wird nicht genöthigt sein, in leeren Zerstreuungen a u ß e r dem Hause, ein Mittel zum j Äusfüllen der leeren Stunden zu suchen, j .- Das mußten wohl viele Mütter empfunden haben. { Denn kaum war die Errichtung einer Mädchenschule bef׳ kannt gemacht ,worden , als eine beträchtliche Zahl von t Schülerinnen sich meldete und die Anstalt, nachdem man | ' zwei Lehrerinnen engagirt hatte, eröffnet werden konnte. I Uebereinstiwmend mit der wohlthatigen Einrichtung bei 1 der Knabenschule, wurden auch einige Mädchen als Freiz schülerinnen aufgenommen. .. ... e Schon! die erste Prüfung gab ein so überraschendes z. Resultat, daß zu den drei Klassen esne vierte Hinzugefügt werden mußte. Es werde hier öffentlich ausgespro- | chen und anerkannt, daß wir diesen guten Fortgang dem l musterhaften Fleiß und Lerneifer verdanken, von welchen die meisten Schülerinnen damals beseelt waren .und wos durch mehrere sogar die Bernachläßigung ihrer frühem s Erziehung unschädlich zu machen wußten.. . I Das Philanthropin, das nun aus fünf Knaben - und j vier Mädchenklassen bestand, wußte sich fortdauernd in;ו dem Zutrauen des Publikums zu erhalten. Die Lehrer obgleich kärglich besoldet, lebten ganz ihrem Beruft, und VI. Jahrg. 2► Band. 13