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Sulamith · 1820-01-01 · Heft 2 · p. Seite 146

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Journal
Sulamith
Volume
6 (1820-1824)
Issue
Heft 2
Article
Der enthaltsame Schäfer
Date
1820-01-01
Page
Seite 146 (sequence 2)
Language
German
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14-6 'ך : . , -T.■י* ■: י"־ ־ - ■“: v fi Gesellschaft anderer Rabbanen, nie von einem Opfer -er Enthaltsamen *) gegessen. zu haben. Denn er beschwor -jede» der zu ׳ihmikam, dasiGeNßde )der Enthaltscimkeit abzulegen, daß, er über sein Borhab,en^nachdenken möge. Nicht, selten,-,setzte er hinzu, bereuet^ man bei.kälterm Blute, was: man ׳im Enthusiasmus!für wohl gethan Mt. Doch rin solches Gelübde gebilliget zu haben» Der Fall war dieser. ' ' Es kam^einst ein. Jüngling ,von; blendender Schönheit zu ihm. Sein edler Verstand, seine schone Gesichts» bildung, das Gepräge einer reinen Seele, und se,in über- Aus schöttts Haar , welches in natürlichen Locken seinen Nacken hMbflH^^'Wzü'ckte^re»- Priester sehr. Herr! sagte״jener > ich will Enthaltsamkeit ׳ angeloben. — Wie, junger Mensch! bist du von Sinnen? erwiedcrte Simon. Was stcht, dich an, daß du deine Gesundheit untergraben, und dein schönes Haar verderben willst. — Ich will gut *) Schon in den Zeiten Mösts bestand die Gewohnheit, daß mancher Ueberfromme sich der Enthaltsamkeit ■ weihete,ז und'daher Nastr (Enthaltsamer) ge- , , ngnntwaxd, ■ Vermuthlich eine von den UegYPtern angenommene Gewohnheit) wovon wir bei den Pa- >:: rriarchem keine Spur finden. ׳Diesen schrieb Moses (4» M. 6, .3. ff.) Gesetze und Verhaltungsregeln vor. v ■ Sie ■ durften -Oährend dieser angelobten Zeit, weder Wein trinken, noch sonst was von Trauben herkam gemchehsMchnkrmer Leiche nähern, und ihre Haare nicht abschneideii. - Nach beendigter Gelübdezeit ׳ mußten fiefstch-1 das Haar :abfchneiden, und ein Opfer bringen. - Der Talmud (Trakt. Nastr) sagt:׳ Sie mußten-:das ■Opfer deswegen bringen , weil sie sich selbst, durch ihre Enthaltsamkeit'geplagt, und' daher eine Sünde-begangen hatten. Denn, wer auch -nur einen Tag überflüßig fnffe:t):heißt ein Sünder.

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