Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 6 (1820-1824)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Das Dasein Gottes
- Date
- 1820-01-01
- Page
- Seite 136 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Vor Dir ist Mrnscheuvorzug Dunst und Leere, Vor Dir perschwindet Ruhm und Glanz und Macht; Denn Dir, o Gott! gebührt allein die Ehre, Zn Allem,! was Dein Wink hervorgebracht! Welch! glänzend Licht fallt jetzt auf meine Lhaten, . .Auf die Natur und auf mein Sein zurück! Was da ist, ist von Gott — ist wvhlgerathen, — Und wird beherrscht von seinem Vaterblick! Ein jedes Ding ist das, was es im Plane Des Schöpfers sein soll, steht an seinem Ort; Und nur den blöden Geist reißt es im Wahne׳ Zu der Verkennung seiner Weisheit fort. Gleich einer langen Kette, deren Ringe Des Meisters.Einsicht fest zusammenfügt : Also herrscht Ei n h e i t in dem Reich der Dinge, Der Gottes weiser Zweck zum Grunde liegt. In meinem Herzen wohnt nun süßer Friede — Mein Schutz! ist Gott und meine Zuversicht! Er ist mein Hort, ist meines Heils Aegide Ich hoff' getrost auf ihn und wanke nicht! — Ich weiß, ryoher ich komm', durch wen ich lebe, Zn wem ich selig und getröstet bin! Wenn ich den Kindesblick zu ihm erhebe,;■ Enthüllt er sich des Beters innerm Sinn! Ach, diesen seligen, lebend'gen Glauben, — Dies Unterpfand des Heils in Freud' und Noch, — Zhn laß, mein Gott und Water! Nichts mir rauben, Er steh' mir bei im beben und im Tod!! —