Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 6 (1820-1824)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Literatur [Rezension]
- Date
- 1820-01-01
- Page
- Seite 121 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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besprechen gedenke, der im bibel'schen Orient so dictatorisch besprochen worden ist *). Doch ist der Name, bibcl'sche Orient, hinsichtlich deS Verfassers, sehr bezeichnend: deny der, allerdings sehr gelehrte, Verfasser ist biblisch und orientalisch. Er ist biblisch, indem er seinen Namen bescheiden verschweigt und Bescheidenheit ist die großeTugend, die in der Bibel **) dem göttlichen Moses nachgerühmt wird: er ist orientalisch, indem er, wie ein asiatischer Tyrann despotisch auftritt und gebeut, daß Alles sich seinen gigantischen Ansichten füge. Indessen ist es nur der etymologische Theil des bibel'schen Orients, gegen welchen ich mich rügend zu erheben wage, in so fern der Verfasser schon darin so reichlich sein Scherflein zur Entstellung der hebräischen Sprache spendet und noch mit einer Nomenclatur von EigenthümUchkeiten asiatischer Gottheiten drohet, nach Aufstellung und vermittelst dieser Attributen- Sammlung dann der, unter dem Kreuze der Mühseligkeit keuchenden Volksklaffe das biblische Manna, rein wie es vom Himmel gefallen, zu reichen sei, auf daß sie sich daran kräftige und nicht etwa der trostbedürftigen Menschheit eine Bibelübersstzung dargereicht werde, an welcher sie erschlaffe, eine *) Ich werde über die Entstellung der hebräischen Sprache in gedoppelter Hinsicht sprechen, in so fern sie nämlich entstellt wird. a) durch sonderbare Etymologien und d) durch falsche Ucbersetzungen, sowohl beim Uebertragen ins Hebräische, als auch aus dem Hebräischeu in profane Sprachen. **) Nunier. 12. 3.