Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 6 (1820-1824)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Etwas über den Gottesdienst in der Muttersprache
- Date
- 1820-01-01
- Page
- Seite 107 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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- 10J mehr als Bedürfniß gefühlt wird und zur Aufrecht- Haltung desHeiligen und Bessern, so wie auch zur Belebung des so nöthigen Gcmeingeistes höchst nöthig iß: so könnte dieß vorzüglich nur durch eine Haupt- Synode in Deutschland, bei welcher sich zu dem Ende aus allen dentschen Staaten gelehrte und sachkundige Männer einfinden müßten, und dann durch die Er« richtung Israelitischer geistlicher Hauptbehörden (Konfistorien) zu Stande gebracht werden, deren Mitglieder von der Synode erwählt werden sollten. Dadurch würde die so nöthige Einheit im Kul- Dus° und im Schulwesen kräftigst und dauerhaft begründet werden. So lange aber besonders die Rabbinen bloß von ihren Gemeinden erwählt und fast unmittelbar von den einzelnen ׳ Mitgliedern derselben ihren Lebensunterhalt bekommen; also einerseits stillschweigend von diesen Mitgliedern, in Ansehung ih« rer Existenz, äbhängen; anderseits Hingegen es ihnen ohne ein Israelitisches Konsistorium, an einem eigentlichen Stützpunkte in rei,!theologischen Angelegenheiten fehlt; so lange manche der bessern Rabbinen, welche den Werth ihrer hohen Bestimmung kennen und ihre Zeit begreifen, stets fürchten müssen, durch etwanige nichtalltägliche Aeußerungen, oder wohl gar durch zeitgemäße Anordnungen die Gunst und den Veitrag mancher Eiferer in der Gemeinde, also oft einen wesentlichen Theil ihrer Nahrung, zu verlieren, so lange ist selbst in den besten Fällen, und abgesehen von den sonstigen Hindernissen, kein Heil im A llg e m eine n für die deutschen Israeliken zu erwarten, und die Wohlthaten besserer Kultns- und Schuteinrichtungen werden sich höchstens nur immer auf irgend eine einzelne Gemeinde — und auch da nur mit Kampf und Mühe errungen — so wie auf die edlen Bemühungen einzelner Kultus- 8 *