Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 6 (1820-1824)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Über die Wichtigkeit der Lehre von der Unsterblichkeit der Seele
- Date
- 1820-01-01
- Page
- Seite 99 (sequence 16)
- Language
- German
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auch bei dem Tode derer, die ihm tverth und theuer waren, getröstet sagen kann: sie sind in Ruhe, sie sind glücklich. ' ׳- ״ Du also o Israelit! der dich bei allem redlichen Bestreben nach Tugend und Frömmigkeit etwa der Ge? danke an den Tod schrecken sollte, höre auf djch zu fürchten! «ine Ewigkeit wartet deiner-;in der du nicht > anders als glücklich sein kannst. Mögen unwillkührliche, dem Menschen freilich sehr natürliche Schauer vor dem Grabe und der Verwesung, bei dir sich regen, überwinde sie durch den Gedanken, daß du selbst, dein eigentliches Ich nicht aufhören wird. Laß die Abnahme deiner Kräfte dich nicht schreckest, dich nicht schrecken, daß deine Sinne ihre Lebhaftigkeit und Starke verlieren — mag immer der äußerliche Mensch an dir zerfallen; du selbst, dein bcsfer.crTheil, dein unsterblicher Geist steigt unter den Trümmern der .sichtbaren Natur zu Gott empor, du gehst hin, du gehst ins Land des Friedens! , ,. .; ' Ihr biedern Water und Mütter, die ihr euere Kmder, die ihr zu tüchtigen und brauchbaren Mitgliedern der menschlichen Gesellschaft, zu künftigen Stützen und zur Freude eures Alters erzöget, in der Blüthe ihrer׳besten Lahre mußtet hinsinken sehen, zu Tod und Verwesung — unsere Religon verdammt eure Thränen nicht, sie will nicht, daß ihr alle menschlichen 'Empfindungen ganz und gar ersticken und euch durch unnatürlichen Zwang über allen Schmerz hinwegsetzen sollet. Das Trauern und Deinen bei dem Tod geliebter uns theurerr Personen ist