Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 6 (1820-1824)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Die Einweihung der großen Synagoge zu Paris
- Date
- 1820-01-01
- Page
- Seite 56 (sequence 11)
- Language
- German
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56 die Künsteleien aufzahlen,’ die die Verstellung und die Scheinhelligkeit-ersonnen haben! Der äflste Fromme Hingegen will nicht die Blicke der Zuschauer auf sich ziehen, er fliehet durchaus Prählerei, und ziehet die Einsamkeit vor. Ja, in dem Innern unserer Wohnung, in dem Kreise der Unsrigen, durch unsere Sitten, durch die genaue Beobachtung der religiösen Pflichten, durch die Liebe gegen alle unsere Nebenmenschen und durch Rechtlichkeit Zeigen' wir Fröinmigkeit. Da finden Ziererei und Glanz keinen Eingang; .nach diesen laßt sich die Reinheit unserer religiösen Gefühle schätzen. Nur die Religion ohne Zeugen giebt uns wahre Frömmigkeit. Der göttliche Sänger sagt freudig: Im Innern meiner Wohnung offenbare ich die Aufrichtigkeit meines Herzens *).״ Der Tempel ist, wenn ich mich so ausdrücken darf, ein Vereinigungspunkt zwischen dem Schöpfer und der Schöpfung , er soll als Mittel dienen, einen Strahl .seipes göttlichen Ruhmes aus uns herabzuziehen. ״Die ,׳,Kinder Israels sollen mir einen Tempel er- ״richten-,-und ich werde in ihrer Mitte weilen." Bemerket wohl,)gleich unfern! Weisen, den Sinn des Leetes, -es heißt .nicht:!sie sollen mir ein Heiligt h u m e r r i ch t -e n, i ch w i l l i n d e m s e l b e n w o h - neu," sondern, ich werde in ihnen wohnen- Auf uns wird dann der-Gott der Barmherzigkeit einen! Strahl seines unsterblichen. Glanzes herabwerfen. *) Psalm K. 101. V. 2. ׳N'IÄ 2NP212nb