Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 6 (1820-1824)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Die Einweihung der großen Synagoge zu Paris
- Date
- 1820-01-01
- Page
- Seite 52 (sequence 7)
- Language
- German
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י -־ — ■ 53 Gegenwart herrsche dir tiefste Stille auf der ganzen Erde." Daö heißt: da, wo ihr die göttliche Mafesiat anflehet, bringet fein Wort hervor, daS Bezug auf die Bereichtungcu i!n Leben haben kann. Die berühmten thrologischen Sittenlehrer sagten: Besser wenig beten, aber vom Herzen, als viel deren, woran das Erfühl keinen Lntheil hat *)> Möge denn der Gegenstand unserer Gebete deS Allerhöchsten, an den man sie richtet, würdig sein. Derjenige würde den gerechten und. schrecklichen Zorn deS Ewigen aus sich ziehen, der Reichthümcr von ihm erflehen wollte, um seine sinnlichen Begierden zu befried:- gm, oder um seine Nebenmensche» demüthigen oder unterdrücken zu wollen; der um Macht bitten wollte, die er als ein Werkzeug der Ungerechtigkeit und Rache gebrauchen könnte, der Ehre oder Kenntnisse von ihm forder« wollte, um damit prangen zn wollen. Wir liiüssen bedenken, daß, wenn unser irdischer Zustand es erheischt, daß ein Thcil unserer Wünsche auf die vergänglichen Gater dieser Erde gerichtet sind, es nur in sofern der Fall sein darf, wenn dies. Güter unscrm Dasein unumgänglich nvthwrndig sind. Dem Beispiele des Heiligen wollen wir folgen, er bittet Gott nur um Brot, damit er leben, und um Kleidung, damit er sich bedecken könne. Wenn die göttliche Mildthatigkrit unS durch ihre Güte Uebcrfluß schenkt, so will sie, Laß wir bei den Un- ׳ glücklichen ihre Stelle ersetzen, so will sie uns die Mittel reichen, daß wir unser Heil durch Werke, der Wohlthätig» * *) Tur und Sk Karo 1 Th. K. j.