Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 6 (1820-1824)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Beiträge, die Verhältnisse der Israeliten im Königreiche Württemberg und im Großherzogthum Hessen betreffend
- Date
- 1820-01-01
- Page
- Seite 4 (sequence 2)
- Language
- German
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*0^<*ס*4*0*}*&&» - - :׳ .:׳ י: 4 weit leichter ,sein werde, durch eine solche Behörde auf die Israeliten zu wirken, indem ihnen alles, was ihnen im Einverständnis; mit ihren Glaubensgenossen auserlegt würde, weit weniger zur Beschwerde gereichen dürste. D e r A b g e o r d n e t e K e l l e r. - Auch ich erklärte mich im Ausschuß aus mehreren Gründen gegen die Errichtung jüdischer Konsistorien *). Da, wie bekannt, nur Rabbiner dazu genommen werden können, so ist zu besorgen, daß diese durch ihre verjährten Vorurtheile und den ihnen besonders beiwohnenden Korporationsgeist der guten Sache eher hinderlich als *)Der Abgeordnete Herr Aull erklärte sich nämlich schon gegen die Errichtung eines Israelitischen Konsistoriums und führte mehrere sehr unanwcndbare Gründe an. Er äußerte nämlich unter andern, daß unter der französischen Regierung in seinem Orte ein solches Konsistorium bestanden habe, ohne daß es nützte. Dies» war doch aber nur ein dem Pariser Central-Konsistorium untergeordnetes Konsistorium, nur das eigentliche Syndikat, welches aus gewöhnsichen. Gemeinden; itgiiedern und dem, vielleicht kraft- und willenlosen, Kreis-Rabbiner bestand und die-, jenigen Funktionen verrichtete, welche in andern Ländern die Vorsteher verrichten. Es war keinesweges selbstständig und darf nicht mit dem Haupt-Konsistorium in Paris verwechselt werden. Wer hingegen die Einrichtung und das Wirken des vormaligen Westfälischen Konsistoriums der Iscae- - liten näher kannte und unparteiisch würdigt, der wird gewiß die Nothwendigkeit und Wichtigkeit einer solchen Behörde anerkennen und einsehen wie heilsam solche zugleich zum besten des Staats wirken könnte.; D. H. '