Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 6 (1820-1824)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Der Geist in Israelitischen Volksschulen
- Date
- 1820-01-01
- Page
- Seite 392 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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M 1 sich von selbst auf das Besondere Mückziehen Und in die Aeincrn Kreise concentriten; ׳aber was sie an Weite Und -Ausdehnung verlieren, werden sie an Tiefe und Stärke Und Innigkeit gewinnen. Der gute Hausvater ist nicht immer - der gute Bürger, nicht immer der theilnehMende Glaubensgenosse, nicht immer der thatige Menschenfreund-; Wohl aber umgekehrt: der wohlwollende Meuschenfteund Wird noch achter und bewährter als Vaterlandsfreund, noch anhänglicher und ungeschminkter als Glaubensgenosse, Noch warmer und eifriger iM AMke und Berufe, am wärmsten und liebevollsten als Gatte, als Hausvater in den engsten Kreisen Ser Familie befunden werden. ׳ So wie aber das rein Menschliche zugleich auch das rein Göttliche ist/ so kann nur die Religion mit ihrer heiligenden und beseeligenden Kraft dieses Alles aus der innersten Tiefe des Herzens zu Tage fördern und ihm Wahres Leben ertheilen. Religion stehe in Volksschulenwie ein wohlthätiger Engel, dem jungen Menschen zur Seite und begleite ihn von da ins elterliche Haus Und' Wieder in die Schule zurück. Keine Religion des Kopfes, -kein tödtes Formel- Und Buchstabenwerk: Religion-des Herzens, Gefühl des Heiligsten Und Höchsten, Andacht UNV Liebe. Wozu den Kopf Martern und - verwirrest mit Dingen, in denen Erwachsene selbst,' ohne große Mühe Md jahrelanges Studium, sich kaum zürecht finden; warum den Kopf anfüllen und überfüllen Mit Streitfragen Und üm nichts sich drehenden Lehrsätzen, die beim Eintritt MS Leben als unnütz oder hinderlich bei Seite gelegt und an den Nagel ,gehängt werden; warum das nicht fruchtbar machenUnd zur Reife br!ngen, was Gott im Uns gelegt