Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 6 (1820-1824)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Etwas über die Israelitischen Schulen in Deßau, und ein Nachtrag, das Israelitische Schulwesen in Frankfurt an der Oder betreffend
- Date
- 1820-01-01
- Page
- Seite 342 (sequence 5)
- Language
- German
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342 sie zwei Freischüler, welche indessen den Unterricht nt: j der lateinischen Sprache in dieser Schule fortsetzen, zu I Chirurgen, einen Freischüler zu einem Buchdrucker s und zwei zu Schneidermeistern in die Lehre gegeben hat j und sie mit dem Lehrgelde u. s. w. unterstützt. Ein s anderer Freischüler, welcher sich dem Lehrfache widmen j will, witd. ebenfalls von dieser.Gesellschaft unterstützt*). \ Mögen andere Israelitengemeinden solchen Beispielen fol-- \ gen und sich überzeugen, was guter, ernster.Wille verf mag; daß man auch mit wenigen Mitteln nicht unter- § lassen darf Gutes zu wirken und daß man in vielen Gej meinden ebendasselbe, und oft mit größern Mitteln bewirken könnte, wenn man ß nur ernst wollte und die i veränderten Zeitverhaltnisse gehörig beachten möchte, die l doch wahrlich von allen wahrhaft Frommen in Israel ) mehr berücksichtigt werden sollten. — Es ist endlich die ) höchste Zeit einmal im Ganzen dem schwankenden, oft in seinen Folgen traurigen Zustande, in Ansehung vieler Ge- | meinde - Einrichtungen, ein Ende zu machen und das £ Mangelhafte zu verbessern, damit das Garize nicht völlig s *) In einem Anhangs zu den Statuten des -Humanitäts- Vereins, in welchem der Zweck der Gesellschaft auch auf Unterstützung solcher Freischüler ausgedehnt wird, , welche sich zu Schullehrern bilden wollen, heißt eS s dashalb wie folgt: . ״Nur solche Schüler können auf gedachte Unterstützung Anspruch machen, welche sowohl bei ihrem Abgänge von der Franzschule ein schriftliches i Zeugniß der Schuldirektion über ihren Fleiß, ihr gutes;• Betragen und besonders über ihre Fähigkeit zu dem ers: wähnten Lehrstande, als auch wahrend ihres Besuchs der -Herzoglichen Gelehrtenschule von Zeit zu Zeit gute Zeugnisse ihres Fleißes, ,moralischen Betragens und j ihrer guten Fortschritte auszeigen können." '. j