Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 6 (1820-1824)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Erbauungsrede, gehalten am Sabbath den 2ten September 1820 im Lokale der Gesellschaft der Humanität zu Kassel, in einem Kreise von Zöglingen und Erwachsenen
- Date
- 1820-01-01
- Page
- Seite 273 (sequence 15)
- Language
- German
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mel, der Ewigkeit an. —, Entfernen wir jene kleinmüthige Besorgniß, die manche unserer Glaubensbrüder heut zu Lage im Munde führen , über den Rückstand in dieser oder jener äußern Einrichtung in religiösen Angrlegenheiten, über Widerspruch der Meinungen, über Verschiedenheiten der Gebräuche in verschiedenen Gemeinden. Alles ist ja untergeordnet nur, dem Wesentlichen, Wahren und Ganzen der Religion , geht gleichsam nur dis äußern Verzierungen des/ festen Gebäudes an. Entfer-- nen wir endlich alle kleingläubige Besorgniß über , die Dauer dieses festen Gebäudes; — das hieße den Umsturz der tiefgewurzelten tausendjährigen Ceder von den wiederholten Ruthenschlägen eines Knaben befürchten. Gehen wir, meine Brüder, zwischen die Stücke des Bundes durch, wohin.der Auscrwählte des Herrn, wohin Moses uns,ruft. Denn auch uns ruft und verpflichtet er, indem er zu seiner Gemeinde spricht: ״Und nicht mit euch allein mache ich diesen Wund und diese Weeidigung, sondern mit demwelcher jetzt hier bei uns, steht vor dem Ewigen unserm Gotte, und mit dem , welcher nicht allhicr bei uns ist." Wir haben gesehen, wessen -das Wesen dieses Wundes, ׳wessen die Pfeiler unseres Glaubcns sind, wir haben geprüft, wie er sich erhalten,. wie st sich erhalt und daß, und welchergestalt er sich erhalten wird. Sorgen wir nur erst stets dafür, daß wir w « h r e g l äub 1' g e I fra e l i t e n seien, und jede Besorg- »iß über die Ausübung unseres Bundes wird aus unserm -Herzen verschwinden. Alsdann werden wir auch, und das desto besser, unter dem Schutze guter Fürsten — deren Herz der lebendige Gott ja leitet wie Wasserbäche —