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Sulamith · 1820-01-01 · Heft 1 · p. Seite 263

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
6 (1820-1824)
Issue
Heft 1
Article
Erbauungsrede, gehalten am Sabbath den 2ten September 1820 im Lokale der Gesellschaft der Humanität zu Kassel, in einem Kreise von Zöglingen und Erwachsenen
Date
1820-01-01
Page
Seite 263 (sequence 5)
Language
German
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263 ־ —■־יי—י zum ,bewahrten Zeugniß aufbewahre für die Fülle aller Zeiten. .-Die Schöpfungsgeschichte, die Heiligung des siebenten Tages — zur geistigen Ruh' und Feier — der doppelte Sündenfall der ersten Menschen, die Sündfluth, der Thurmbau, die Verbreitung des Menschengeschlechts, die Sittengesetze der Noachiden, das Zeichen ihres Bun-, des mit Gott in dem Regenbogen — gleichsam die Eh» renpforte der Menschheit zum Himmel — alles dieß ist die Vorbereitung zu dem neu ausgehenden Lichte des beseligenden, wahren Glaubens, ist die Morgenröthe zu der Sonne, die bei der Menschheit anfging in unferm Urahnen Abraham. ״Oeffnet die Thore, und es ziehe herein das Volk, das die Treue (den׳ Glauben) bewahrt" rufen wir bei diesem der Gemeinde Israel mit Zesaia zu- Als eine erwärmende, leuchtende und belebende Sonne steht Abraham am Morgen der ersten Menschheit und ihres ersten Wirkens, in seiner Tugend, seiner Frömmigkeit, seiner Menschenliebe , seiner Duldung, seinem Wandel mit Gott, feinem Glauben. ״Er glaubte an den Ewi'- gen, und dieses rechnete er ihm zur Gerechtigkeit an." (1. B. M. 15, 6.) Er glaubte der göttlichen Verheißung die ihm Nachkommen zusicherte,■ er glaubte das ewige Walten der göttlichen Fürsorge auf die Zukunft.— Wir sehen den frommen Patriarchen in sinnender Besorgniß über die Zukunft, über den Entzweck seines Daseins, in Unmuth versunken. ״O Herr, 0 Gott! wozu willst du mir geben? ich geh' ja kinderlos umher," sagt er zagend; und auf des Ewigen Geheiß schaut er zum gestirnten Himmel auf, und gla ubt an den Ewigen. Er glaubt, und alle Besorgniß ist seiner Seele entschwun-

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