Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 6 (1820-1824)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Nachrichten von den neuen Israelitischen Schulen zu Frankfurt an der Oder, Hamburg, Warschau, Brody in Gallizien und Friedland in Preußen
- Date
- 1820-01-01
- Page
- Seite 246 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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nünftige erkennen; denn so /wie sich in einer Weichen Masse allerhand Figuren eindrücken lassen , welche darin,׳ wenn jene fest wird, für immer unauslöschlich bleiben, eben so ist es. mit dem Herzen des zarten Kindes; so lange dasselbe jung ist , kann man cs auf jede beliebige Weise unterrichten und erziehen , und jemehr das Kind an Alter zunimmt, desto, fester und gründlicher bleiben hei ihm. die - empfangenen Lehren, welche sich immer mehr entwickeln. Hieraus crgiebt sich die unerläßliche Pflicht für die Eltern , dafür zu sorgen , daß ihre Kinder in der Zugend, alle nöthigen und nützlichen Dinge lerneu sollen, damit sie im Alter so lange sie leben, zu ihr rem Nutzen,-.Gebrauch, dovon machen können. Die hohe Landesregierung, welche alle. Landeseinwohner ihres väterlichen Schutzes genießen läßt, und überhaucht wegen der Erziehung der Äugend und ihres Unterrichts, ganz besonders Sorge tragt, warf auch auf die Zugend ursserer Religionsgenossen ihren gnädigen Blick, und bemerkte, daß den Kindern der Israelitischen Einwohner dieses Landes noch viel an Lehren Md Kenntnissen fehlet; ja sogar die Landessprache, welche gewiß für jeden unentbehrlich ist, erlernen sie nicht, und sind dadurch — da sie Loch beständig mit den andern Landcscinwohnern im Umgang und Geschäft in mancherlei bürgerlichen Berhältnissen stehen — sehr großen Schwierigkeitm und Unannehmlichkeiten unterworfen. Aus dieser Ursache geruhete die hohe Regierungs-Kommission der Religion und der öffentlichen Studien, 'gnädigst׳ zu beschließen, um das Ziel einer allgemeinem und zweckmäßigem Bildung bei der Zugend unserer Religions-- 8 1 § I 4 4 I