Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 6 (1820-1824)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Eine Homilie
- Date
- 1820-01-01
- Page
- Seite 186 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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ien dienen mögest; und Weisheit uttferer Seele, damit dein'göttliches Licht uns erleuchte, und wir Wahrheit ׳von Täuschung unterscheiden lernen. Erhalte Uns im׳ Leben und raffe uns nicht in der Blüthe der Fahre dahin." — Brüder, Schwestern, Geliebte! das! war das Mu s-- saph-Gebet — es deutet auf den Mittag unsres Lebens! Unser Kreis erweitert sich und dehnt sich immer mehr-aus, unsere Bedürfnisse steigen , - unsere Sorgen vermehren sich — da müssen wir fest stehen auf der Tugendbahn, wenn wir nicht von eitler Pracht, von Liebe zum! Schimmer und zum Glanze auf die ׳schlüpfrigen Wege des Lasters -wollen gelockt werden — da müssen -Mir"auf die Sonne Wauen, die über uns leuchtet! Bon allen Seiten Verführung, Wege, die in den Abgrund stürzen.— Eures Hauses Räume, Vater und Mütter! haben sich ausgedehnt — ihr habt Söhne und Töchter! sollen die rein bleiben im Leben — rein noch sein wenn die Sonne untergeht, o so müßt ihr selbst rein vor ihüen dastehn — klar geschliffene Spiegel, in denen sie'sich schauen müssen! Es giebt keinen bessern Lehrer für den Sohn , als den Bater, keine bessere Bildnerin für die Töchter, als die Mutter, die schönsten ׳hellsten Sterne an dem Himmel der Häuslichkeit! Wenn׳ der Vater und die Mutter in ihrem Morgen in Gottes Heiligthum ver- -weilt haben, wenn -sie ihm Herz und Sinn geweiht haden — wenn sie vernommen und wohl -geübt des Lchrers Wort — o dann wohnt die Juftiedenheit, die Genügsamkeit in ihrem Herzen, um die wir in unserm Mussaph-Gebet zu Gott gerufen!—׳ N e i d und Mißgunst sind verwiesen aus des Hauses stillem Hei-