Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 6 (1820-1824)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Literatur [Rezension]
- Date
- 1820-01-01
- Page
- Seite 166 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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dje Bildung für Mren Gebrauch verbunden werden; dann erst hat der Staat seiner Pflicht,. genügt. dann' erst׳, kön- ׳ nen wir den Gebrauch und die Benutzung derselben selbst erwarten. Bildung ist also das zweite und -nächste, was das überall Anfang aber keine Vollendung darbietet, ausgebaut,, vervollkommnet, thatig und lebendig-sein. , Legen wir, als Einwohner.einer Universitätsstadt-, wo V. Aufklärung zuerst herrschen soll , diese Vorurtheile.auch zuerst ab ,gegen den Juden; halten wir sie in polizeili-- cher Ordnung und Aufsicht, der ohnehin jeder Einwohner unterworfen ist, und sie werden die Änwuth des / Orts nicht stören. Blicken wir hin auf das benachbarte Fürth, wie dort Leben und' Thätigkeit herrscht, wie dort gebaut, und/ungeachtet dieser Bauten , wie hoch, ältere Häuser daselbst bezahlt werden, wie errungen.und ge- Wonnen wird', und. der fünfte Theil seiner Einwohner ffÄd Juden! Unbemittelte ,ober, doch' nur.im' Wohlstände lebende' Bürger aus Erlangen sind dahin gezogen, nnd haben dort Wohlstand errungen, oder ihn bis zum Reichthüm vermehrt. Vergleichen wir damit das stille tobte Nürnberg, wo keine Juden wohnen und wo vor Z0 Jahren noch ein altes Weib jteben Juden begleiten mußte, der daselbst Handelsgeschäfte halber sich aufhielt. Nürnberg, welches Petitionm'.'über Nahrungsverfall an den Landtag bringt,'wahrend.'von.Hürth, aus auch keine einzige Kiäge sich hören läßt Welcher Abstand s — 4 And dieser Verfall des einst so blühenden weltberühmten׳ Nürnbergs datstt sich gerade..von dem Augenblick an, wo es die Juben vertrieb, wie der Flor der benachbarten Städte׳ Fürth/, Schwabach rc.׳ im Gegentheil. gerade dadurch' EürL^t wurde,' baß sie diese 'Verfolgten auf- «ahmen.'/.Wo'Juden sich.befmden, herrscht Thatigkeit, EktegsamW Men, und wo feines ist, schaffen sie Leben.