Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 6 (1820-1824)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Literatur [Rezension]
- Date
- 1820-01-01
- Page
- Seite 161 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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jüdischen Nation sprechen zu wollen, und sie nicht mit sprechen. lassen, und was immerhin von einer National- .Repräsentation über die Juden als Juden und ihre bürgerlichen Verhältnisse nachtheilig bestimmt-werden wollte, wäre einseitig׳ und vo ixso rechtswidrig, . §• 81♦ 2) F r eie ungestörte Religko.nsil b u.n.g, nicht bloß Duldung; also, kirchliche, Gemeinschast überall , wo die Anzahl, oder^die Fonds-der Gemeinhe sylcheß. gestatten. Die jüdische. Reljgioy hat alle Tendenz einer rein moralischen Religion; ihre Gebote sind die der christlichen; ihr Gott ist der christliche Gott. Der - Mosaismus ist. weder Götzendienst, noch ■ Schwarme- *ei, d. h. opfert weder die gegenseitige Bestimmung der physischen - noch die physische der Geistigen stuf,; söndern umfaßt^ beide. Sie ist die Mütterreligion des Christenthums, gegründet auf.Monodeismus., den Drpndpftiler aller ächten Religion. Die Grundideen beider.Religionen gehen von derselben Wurzel aus; die Wahrheiten, beider .sind in ein und demselben Buche enthalten;- die Bibel ist der Kodex des Juden wie des Christen. WLs wir Tugend nennen, ist auch dem Juden Tugend; Ms uns Laster ist, nennt auch der Me Laster. Ein Ziel suchen wir , von einem Punkte gehen wir aus, nur auf verschiedenen Wegen gelangen wir dahin. .Es ist also kein Po- Mischer Grund vorhanden, der jüdischen Religion das Recht der freien Uebung in den Staaten zu versagen,. Wir müssen sie selbst aus.den Gründen der Verwandtschast und des höher« Alterthums ehren, und bedenken, daß wir keine Christen sein würden , wenn keine Juden vorausgegangen wären. — Also nicht bloß geduldete, — VI. Lahrg. 1. Band. 12