Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 6 (1820-1824)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Literatur [Rezension]
- Date
- 1820-01-01
- Page
- Seite 155 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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155 ׳*"■־י-*"-•*-־ merhin mag der Lord ein vorzüglicher Dichter sein; .*) als Nachahmer morgenländischer Gesänge zeichnet er sich nicht aus. Da ist weder orientalischer Geist, noch hoher kühner Gedankenschwung, weder tief eingreifende Empsiydüng noch das brennende Colorit, welches so eigenthümlich die geflügelten Gesänge auszeichnet.— Wer weiß auch, ob h. Wyron eine solche Nachahmung durchgängig beabsichtet hat. — Einer dieser Gesänge, überschrieben, ״an den Wassern Babels" der eine Nachbildung des iZ7sten Psalms wirklich zu verrathen scheint, da einzelne Worte und Gedanken aus demselben entlehnt sind, ist völlig verfehlt, und der Geist der Urschrift nicht erfaßt." — Das vom Herrn rc. Friedlander dem Schristchen beigefügte ״Fragment eines Briefs von Kant an Mendelssohn vom löten August 1783, ist besonders ,sehr merkwürdig und wir erachten es angemessen, es auch hier mitzutheilen und aufzubewahren. Fragment n. s, w. ' , ״ Herr Friedländer **) wird Ihnen sagen, mit welcher Bewunderung der Scharfsinnigkeit, Feinheit und Klugheit ich Ihren Jerusalem gelesen habe. Ich halte dieses Buch für die Verkündigung einer großen, pbzwar langsam bevorstehenden und fortrückenden Reform, *) Man vergleiche die Sulamith 4ten Jahrgang, gts Heft, Seite 352. D. H. **) Derselbe war damals auf einer Geschäftsreise in seiner Vaterstadt.