Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 6 (1820-1824)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Über die Namen der Israeliten
- Date
- 1820-01-01
- Page
- Seite 151 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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*5 ז ehemaligen Reiche Juda waren die Meisten, die aus Babylon zurückkehrten, welche das wieder eingenommene Land Judäa, und sich selbst nach dem Namen des Landes: Jude n nannten. ' ׳ , Diese letztere Benennung ist also nicht religiöser/ sondern politisch-geographischer Abstammung, Es existirt min aber schon lange kein Judäa mehr, folglich kann auch Niemand nach einem Lande genannt werden, daS gar nicht mehr da ist. Zn politischer Hinsicht können und dürfen also die gebornen und mithin naturalisirten Deutschen nicht mehr Juden genannt werden. Es können dieselben nur als eine Glaubensparthei und nicht anders als Israeliten heißen, welche Benennung noch um so mehr einzig und allein gelten sollte, wenn hei denselben wirklich die notwendigen Verbesserungen Eingang finden sollen, welche dann in religiöser Rücksicht mehr denen in jenen Zeiten ähnlich sein müssen, als ihre Bekenner noch Israeliten hießen. Die Benennung Juden wäre auch noch aus dem Grunde künftig zu vermeiden, weil sie gewiß an sehr traurige schmerzhafte Begebenheiten erinnert, womit die Annalen der Geschichte angesüllt sind. Man denke nicht, Namen seien bloße Klänge; auch ein Name ist׳ von Einstuß , denn es knüpfen sich daran allerlei Begriffe. — Bei Gelegenheit des Resormations- Festes , als die Vereinigung der Lutheraner und Resor- ' mieten in Vorschlag kam, erließ zu diesem Endzwecke Sc. Majestät der König von Preußen eine Verordnung, worin angerathen wird, die Benennung: Protests»-