Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 6 (1820-1824)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Literatur
- Date
- 1820-01-01
- Page
- Seite 113 (sequence 9)
- Language
- German
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HZ was einer theologischen Dkscussion ähnlich sieht, und die vorliegende Frage als eine rein politische in Erwägung zu ziehen. Wäre es zur Unterstützung dieser Bill nothwendig, so könnte ich es unternehmen, den jüdischen Charakter gegen die Beschuldigungen in Schutz zu nehmen, die ihm so allgemein gemacht werden. Aber die. Frage ist nicht, ob sie gut oder schlecht sind; denn wenn dieß das Kriterium in der Sache der Juden wäre, so ist kein Grund vorhanden, warum wir nicht denselben Grundsatz auch auf andere Klassen der Gesellschaft, auSdehnen sollten. Ich will diejenigen Christen bitten, die mich hören, aufrichtig und leidenschaftlos ihre eignen Herzen zu prüfen, und zu sagen , wie viel von ihren Meinungen, im Betreff der Juden, Kinder des Vorurtheils und der Crziehung sind? Die Meisten von uns sind von der frühesten Kindheit an gelehrt worden, eine ungünstige Meinung von ihnen zu erhalten. Die Bücher, die wir lesen, selbst -er unsterbliche Shakespeare hat dazu mit gewirkt, diesen unchristlichen Haß einem Bheile unsrer Mitmenschen einzuflößen. Einer der neuern Dramatisten (ich freue mich, es zur Ehre der Christenheit sagen zu können) wagte es, ihr Vertheidiger zu sein, und was mehr sagen will, er war es mit glücklichem Erfolge. Wir haben gesehen, daß in demselben Lande, nach dem Maße als Christenthum, Wissenschaft und Civilisation fortschritten, die Lage des Juden verbessert worden ist, während sein Charakter gleichzeitig zu gleicher Höhe mit dieser Lage stieg. Wird Jemand, im Ernst, die heutigen Juden in England mit demselben Volke wenige Jahrhunderte früher, als sie von