Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Die Leichenbegängnisse der Israeliten, nebst Beleuchtung eines deshalb von einem Rabbiner abgefaßten Gutachtens
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 387 (sequence 3)
- Language
- German
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•38 ־^^־^'׳־? V. 31; ausweiset; ״Ihrer. Huth, nämlich der Kinder Kehoth, wird anvertraut: die Lade, der Lisch, die Leuch-.׳, ter, die Altäre und die heiligen Geräthe, die zum Dienste gebraucht werden, n. s. w." . ' י . Daß alle diese Gegenstände als heilig verehrt wurden, daran soll nicht gezweifelt werden; allein nach der. Beschreibung , die im Pentateuch von der Lade, von dein Tische, Leuchter u. s. w. gemacht wird, waren alle^ diese Sachen sehr künstlich, zierlich und fein gearbeitet. Dieselben würden nun ohne Zweifel während der langen Reisen, wilden Kriege und starken Hin- und Hermarsche der Israeliten der Gefahr ausgesetzt gewesen sein), im Fall man sie . auf Wagen gefahren hätte, durch, das . öftere Auf- und Abladen und während des Fahrens be-. schädigt oder zerbrochen zu werden. Sehr zweckmäßig, war es daher, daß Moses eine Abtheilung Leviten beorderte, diese kostbaren, feinen und leichtzerbrechlichen Ge-, räthe während des Marsches zu tragen; unddamit, er versichert war, daß seine Befehle auch befolgt würden, erhielt wahrscheinlich diese Abtheilung Leviten keine Wagen und auch kein Zuchtvieh. Ich bin weit entfernt, diese exegetische Erklärung über das Tragen der heiligen Geräthe für die allein richtige auszugeben. Mögen sie auch immerhin aus Ehrfurcht getragen worden sein, so bleibt es doch eine ungereimte. Behauptung, .daß deswegen heut zu Lage die Leichen auch getragen werden sollen. —- Wie aber schon gesagt, was vermag nicht dis erhitzte Phantasie eines solchen Schristgelehrten , wenn es darauf ankommt, von einem verrosteten Gebrauche, seine einmal vorgefaßte Meinung