Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Die Leichenbegängnisse der Israeliten, nebst Beleuchtung eines deshalb von einem Rabbiner abgefaßten Gutachtens
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 386 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2304627-2304637-2304639-2308464--05766-2308951- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
386 Wagen'führen" Der Hr. Rabhiner giebt also dadurch zu verstehen, daß man die Tobten gleich heilig, wie "das Hciligthum halten solle. Es ist ein gewöhnlicher Kunstgriff der sogenannten Schriftgelehrten, abgerissene Stellen׳ ohne Zusammenhang aus den heiligen:.Schriften anzuführen/ um ihre Ausspräche zu documentiren; da dieß hier mit der citirten Stelle aus dem 4ten Buch Moses der Fall ist , so finde ich es nothwendig, diese etwas zu berichtigen. Im 4. B. Mosis wird nämlich umständlich erzählt, daß , nachdem daßStistszelt völlig ein - und aufgerichtct war, der Altar und alle übrigen Geräthe darin gestanden hatten, die Familienhäupter oder die Stammfürsten freiwillige Gaben zusammen gebracht, haben, als: 6Magen und 12 Rinder. Diese freiwilligen Geschenke nahm Moses auch von ihnen an, gab sie aber den, Leviten zum Dienste des ambutirenden Stiftszelts, nämlich: 2 Wagen und 4 Rinder gab er den Kindern Gerson, und 4 Wagen yebst Z Rindern den Kindern Merari, welche Levitische Stämme zum Dienste des Stiftzelts beordert waren; ״den Kindern Kehoth aber gab er nichts, denn sie hatten ihren Dienst beim Heiligthum, und mußten ,es auf den Schultern tragen." Mit keinem Worte ist aber dabei erwähnt, daß Moses aus, Ehrfurcht für das Heiligthum dieses zu tragen geboten habe; auch wird nicht gesagt, daß die Kinder Kehoth nur die qnf steinernen Tafeln eingegrabenen zehn , Gebote getragen haben, , als worin der Hr. Rabbiner allein das Heiligthum bestehen läßt; sondern die Abtheilung Kehoth hatte auch noch viele andere Sachen zu tragen , wie das 4. B. Mos. Kap. 3.